Evolution bei Bestäubern

Da das Bienenjahr in vollem Gange ist und schon über die ersten Bienenschwärme gemutmaßt wird hier ein kleiner Ausflug in die Evolution.

Wie derStandard gerade berichtet hat ein Forschungsgruppe an der Uni in Zürich herausgefunden, wie schnell sich Pflanzen in ihrer Evolution den Eigenschaften der Bestäubter anpassen können. Pflanzen sind natürlich sehr abhängig sind von der Bestäubungsleistung von Bienen und anderen Insekten. Erstaunlicherweise haben sich die Pflanzen schon nach neun Generationen an die jeweiligen Bestäuber angepasst und unterschiedlich entwickelt je nachdem ob sie ihren Blütenstaub von Hummeln oder Fliegen erhalten haben.

Es ist von „erstaunlich deutlichen Unterschieden“ die Rede. Die von Hummeln bestäubten Blüten waren größer und dufteten stärker und hatten größere UV-Licht reflektierende Areale. Die Blüten bestäubt von Schwebefliegen, waren kleiner und dufteten weniger und die Pflanzen bestäubten sich häufiger sogar selber! Die höhere Selbstbestäubung ist wohl auf die Ineffektivität der Schwebefliege zurück zu führen.

Was das für unsere Wiesen und Wälder auch konkret in Wien und Niederösterreich bedeutet?

Auf Grund des Bienensterbens oder weniger Bienen, könnten Pflanzen immer mehr auf die Bestäubungsleistung von anderen Insekten, wie Fliegen, angewiesen sein. Dies hätte dann große Auswirkung auf die Evolution der Pflanzen, ev. sogar weniger Duft. Darüber hinaus hätte dies natürlich auch Einfluss auf die genetische Variabilität einer Pflanzenpopulation und die Pflanzen könnten auch krankheitsanfälliger werden.

Es ist daher wichtiger den je gut für unsere Honigbiene zu sorgen.

Bald geht es los mit der Schwarmzeit!

Den ganzen Artikel, der auch im renommierten Nature Magazin erschienen ist, kann man hier nachlesen.